Chronik - Karnevalsausschuß Wardener Vereine

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Chronik



Ein Rückblick auf den Karneval in Warden



Der kleine Ort Warden war zwar nie eine Hochburg des Karnevals, doch gerade die vielen kleinen Orte und Vereine sind es, die das alte Brauchtum auf breiter Basis und in volksnaher Form über viele Jahre und Jahrzehnte gepflegt und aufrechterhalten haben. In Warden wurde diese Tradition zwar erst nach dem 2. Weltkrieg durch die damalige Kolpingfamilie begründet und bis zur ihrer Auflösung Mitte der 50er Jahre gepflegt, in den Gedanken der Bevölkerung blieb der Karneval jedoch lebendig.

So war es dann nicht verwunderlich, dass am Freitag vor Karneval im Jahre 1957, genau am 1. März 1957, die Idee aufkam, den Wardener Karneval zu reaktivieren und vor allem für die Kinder neu aufzubauen. Wie so vieles kam die Idee hierzu beim wöchentlichem Kegeln des Kegelclubs "Rot-Weiß" am Freitag vor Karneval des Jahres 1957 auf. Kurz entschlossen wurde sie am folgenden Rosenmontag durch Johann (Jean) Dickmeis, Fritz Johnen, Walter Vogel, Josef Richterich, Peter Müller und Hans Schmitz II. realisiert. Der Wardener Kinderkarneval war geboren!

Durch die Mitgliedschaft der vorher genannten Kegelbrüder im Jugendausschuss des VfL Eintracht Warden und der beruflichen Tätigkeit Walter Vogels als Lehrer an der Wardener Volksschule, kam tatsächlich ein "Kinderkarnevalszug" zustande. Dieser fand dann statt am Rosenmontag, dem 4. März 1957. Nach heutigen Maßstäben zwar kaum als solcher zu bezeichnen, aber viele der damaligen Kinder können sich noch an die Begeisterung aller Kinder erinnern, als von der Schule ausgehend ein Kinderzug durch den Ort ging. Unterstützt von der damaligen Lehrerin Helene Reuter wurde die als Kinderprinzessin ausgewählte Marianne Büttgen (Richterich) auf einen eilends geschmückten Handwagen von Jean Dickmeis durch den Ort gezogen und von bunt kostümierten und singenden Kindern (neben einigen Erwachsenen) begleitet. Das "Wurfmaterial" wurde am Karnevalssamstag und -sonntag von den o.g. Herren in den Wardener Gaststätten zusammengeschnorrt und an die am "Zug" teilnehmenden Kinder verteilt!
Dabei muss man wissen, dass es zu dieser Zeit in Warden noch 6 (!) Gaststätten gab, eine harte Arbeit also für den Kegelclub, denn man konnte ja nicht in eine Gaststätte gehen, ohne "eins zu trinken"! Da dieses "Wurfmaterial" nicht ausreichte, wurde am "Platz", wie die Kreuzung Jakob- / Goethestraße immer bezeichnet wurde, bei den recht zahlreichen Zuschauern dieses Spektakels Geld gesammelt und im "Konsum", dem größten Einzelhandelsgeschäft in unmittelbarer Nähe, "Klümpchen" (Bonbons) gekauft und ebenfalls verteilt.

Der Anfang war gemacht und ab 1958 entwickelte sich der "Kinderzug" von Jahr zu Jahr mehr zu einem "richtigen" Karnevalszug, an dem bald viele Kegelclubs und Vereine aus Warden und Umgebung am Karnevalssonntag teilnahmen.

Da in den ersten 20 Jahren der Kinderkarneval im Mittelpunkt des Wardener Karnevals stand, -was bis heute auch so geblieben ist-, wurde ab 1958 auch jährlich eine Kindersitzung abgehalten. Diese Sitzung, unter Anleitung der Gründer ausschließlich von einheimischen Kindern selbst gestaltet, fanden von Beginn an großen Anklang, nicht nur bei den kleinen Narren. Sie waren außerdem im linksrheinischen Raum zu den ersten dieser Art zu zählen. Im näheren Umkreis wurden nach unserer Kenntnis lediglich in Aachen schon früher Kindersitzungen abgehalten. Zu den ersten Auftritten zählte schon damals ser immer wieder beliebte Schulunterricht, der von Peter Büttgen, Leo Körlings und Leo Jansen vorgetragen wurde. Dorfklatsch war natürlich der große Renner in diesen Reden.

Dies machte sich auch bei den Besuchern bemerkbar, denn die relativ kleinen Räumlichkeiten der Gaststätte Büttgen (später "Zum Richter"), Am Alten Gericht 2, oder später im "Quellenhof" (am Sportplatz) (beide Gaststätten existieren heute nicht mehr) waren immer schon lange vor Beginn der Veranstaltung mit Wardener und auswärtigen Gästen voll besetzt. Es ist bei den langjährig Aktiven noch in guter Erinnerung, dass bis zu 150 Kinder aus Kohlscheid, Merkstein und anderen Orten zurückgeschickt werden mußten, weil einfach kein Platz mehr zur Verfügung stand.

Im Jahre 1958 wurde dann erstmals ein Wardener Kinderprinzenpaar gekürt. In der Volksschule wurden die Namen der 10 - 12jährigen, interessierten Kinder in einen Topf geworfen und das Prinzenpaar ausgelost. Dies ist im Grunde bis vor wenigen Jahren so geblieben, wenngleich die interessierten Kinder leider immer weniger wurden. Damals wie heute wurden auch die Kosten weitestgehend vom KWV übernommen.

Das ertse Kinderprinzenpaar hatte dann 1958 auch bereits einen "großen" Prinzenwagen, auf dem neben Prinz Rolf I. (Richterich) und Prinzessin Marianne (Dickmeis-Cremer) auch der seit damals übliche Kinderelferrat mit Zeremonienmeister Reiner Spiertz und dem Kinderpräsidenten in selbst geschneiderten Kostümen durch den Ort fuhren. Erster Kinderpräsident im Jahr 1958 war Peter Wings, der allerdings nur ein Jahr amtierte. Ab 1959 wurde die Kindersitzung dann von Hans Schmitz I. präsidiert, der das Amt des Präsidenten bis 1974 ausübte.

In den folgenden Jahren entwickelte sich der Wardener "Kinderzug" und die Wardener Kindersitzung stetig weiter. Auch viele Erwachsene nahmen die Möglichkeit wahr, Karneval für und mit den Kindern des Ortes zu feiern. Als Mitt der 60er Jahre der Karnevalsausschuß im Rahmen der "Interessengemeinschaft Wardener Ortsvereine" die Organisation des Wardener Karnevals übernahm, war ein weiterer Schritt zu einem gemeinsamen Dorffest getan. Nunmehr beteiligten sich alle Wardener Vereine und fast alle Kegelclubs am Karnevalszug, in dem hervorragenden Fußgruppen und schöne, den jeweiligen örtlichen Themen angepaßte Wagen zu sehen waren. Einige Fotos aus dieser Zeit können dies belegen.

Wenn auch der Name der den Karneval tragenden Organisation sich änderte, so blieben die Aktiven doch die gleichen. Bis ca. 1968 waren die maßgeblichen Gestalter des Wardener Kinderkarnevals die Herren Johann (Jean) Dickmeis mit seiner, leider viel zu früh verstorbenen Frau Agnes, Fritz Johnen, Hans Schmitz I. und Hans Schmitz II. Sie waren es auch hauptsächlich, die die Büttenreden für die Kindersitzungen schrieben und diese mit den Kindern einstudierten. Ohne ihre Arbeit und ihren Einsatz für den Wardener Karneval über viele Jahre hinweg hätte der Wardener Karneval sicher nicht die Entwicklung gehabt, wie sie gewesen ist. Hierfür sei ihnen, und den vielen, hier nicht namentlich Genannten, herzlich gedankt!

Die Jahre ab 1964 brachten einige, vor allem personelle Veränderungen mit sich. Bis 1964 war Josef Mertens, Brudermeister der Schützenbruderschaft St. Jakobus, 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Wardener Vereine. Von 1964 bis 1968 übernahm Hans Kraus, später Ehrensenator und Präsident des Ehrensenats des KWV, dieses Amt. Er konnte damals einige junge Leute für die Vereins- und Karnevalsarbeit gewinnen, die sich wohl später als Glücksgriff für den Wardener Karneval erweisen sollten. So trat 1962 Peter Büttgen als Aktiver und Beisitzer in die Reihen der Karnevalisten ein und 1965 wurde Reiner Spiertz in das Gremium aufgenommen, in dem er dann ab 1967 als Geschäftsführer tätig war.

Durch die Festigung der Organisation und den Eintritt von Reiner Spiertz in den Vorstand des Karnevalsausschusses gibt es seit dem Jahre 1968 regelmäßige schriftliche Aufzeichnungen über den Karneval in unserem Ort. Schriftverkehr, Sitzungsprogramme, Zugaufstellungen und ein umfangreiches Fotoarchiv belegen seitdem die ständige Weiterentwicklung unsere heimatlichen Brauchtumsfestes.

Seit vielen Jahren wurde bereits damals ein intensiver Kontakt mit den Karnevalisten aus Hoengen gepflegt. So war es nicht verwunderlich, dass im Jahre 1968 Jean und Agnes Dickmeis das erste Prinzenpaar aus Warden für die damalige Gemeinde Hoengen wurde. Dies trug mit dazu bei, dass die Wardener und Hoengener Karnevalsfreunde noch enger zusammenarbeiteten, an deren Spitze zu dieser Zeit der unvergessene Michael Büttgen stand, der immer ein großer Freund und Förderer unseres Wardener Karnevals war.

Die Zusammenarbeit mit dem heutigen "Karnevalsausschuß Hoengen e.V." und den Karnevalsfreunden aus Begau, Mariadorf und Hoengen hat sich seitdem für alle bewährt und wird auch in Zukunft weitergeführt und intensiviert werden, damit der traditionsreiche karnevalistische Zusammenschluss unserer Stadtteile auch auf dauer Bestand hat.

Der Vorstand des Gremiums, das seit 1968 „Karnevalsausschuß Wardener Vereine“ heißt, setzte sich im Jahre 1968 wie folgt zusammen:
   Präsident und 1. Vorsitzender Hans Schmitz I.
   Geschäftsführer   Reiner Spiertz
   Kassierer   Hans Schmitz II.
   Beisitzer   Jean Dickmeis, Hilarius Neuhs, Peter Büttgen

Dieser Vorstand konnte dann die traditionellen Veranstaltungen des Wardener Karnevals weiter entwickeln und einige weitere Mitbürger aus den Reihen der Wardener Vereine zur Mitarbeit gewinnen. Gemeinsam mit der nach wie vor tatkräftigen Unterstützung der angeschlossenen Vereine konnte seitdem unser örtliches Brauchtumsfest weiter aus- und aufgebaut werden.

Es zeigte sich schon bald, dass eine gute Vorbereitung der jeweiligen Session und die uns bereits damals Sorge machenden jährlichen Kostensteigerungen Mehrarbeit verursachten, die nicht mehr in wenigen Wochen vor Karneval zu bewältigen war. So war es nur logisch, dass auf Betreiben des Geschäftsführers Reiner Spiertz einige Vorstandsmitglieder sich im Jahre 1974 voll und ganz auf die Organisation des Karnevals konzentrierten und ganzjährig die Vorbereitungen vorantrieben. Erfreulicherweise hatten die einzelnen Vereine hierfür Verständnis, denn die Tätigkeiten dieser Karnevalsfreunde in ihrem jeweiligen Stammverein mussten notgedrungen für die gemeinsame Sache zurückgestellt werden. Deutlich wurde dies auch dadurch, dass diese Karnevalisten sich damals erstmalig Uniformen zulegten, wodurch der KWV dann auch optisch zu einer Institution wurde, die auch außerhalb unseres Ortes die Gemeinsamkeit der Wardener Vereine gut zu repräsentieren wusste.

1975 ergab dann die Neuwahl des Gesamtvorstandes folgende Zusammensetzung des Präsidiums (Geschäftsführender Vorstand):
   Präsident und 1. Vorsitzender  Peter Büttgen
   Ab 1976: 1. Vorsitzender   Johann Schüller
   1. Geschäftsführer    Reiner Spiertz
   1. Kassierer    Hans Schmitz II.

Unser langjähriger Präsident Hans Schmitz I. trat nach 15jähriger Tätigkeit zurück und wurde von der Jahreshauptversammlung zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Neben den von Beginn an durchgeführten Veranstaltungen (Kindersitzung und Karnevalszug) wurde auf Anregung des damaligen Geschäftsführers Reiner Spiertz im Jahre 1977 erstmals eine Sitzung für Erwachsene durchgeführt. Hierfür stellten die damals angeschlossene 4 Wardener Vereine VfL Eintracht, St. Jakobus-Schützenbruderschaft, Kirchenchor St. Jakobus und der Billardclub Warden als Startkapital jeweils 200 DM als Darlehen zur Verfügung, was dann später aber in einen einmaligen Zuschuss umgewandelt wurde.

Diese „Gemeinschaftssitzung Wardener Vereine“ sollte eigentlich nur einmalig als Dank für die 20jährige Unterstützung unseres Kinderkarnevals durch die Wardener Bevölkerung veranstaltet werden. Doch noch war die Session 1977 nicht vorbei, als aus der Bevölkerung die Bitte auf Weiterführung dieser Veranstaltung kam. Dies musste für den KWV Verpflichtung sein, denn die Zeit war wohl reif für eine Erwachsenensitzung in Warden. Die fehlenden Räumlichkeiten zwangen uns damals dazu, diese Sitzung in der Festhalle Kinzweiler durchzuführen, was sich bis heute als richtig und mittlerweile eingebürgert erwiesen hat.

Geheimnis des Erfolges unserer Sitzungen war und ist wohl unser ausgezeichnetes und treues Publikum. Das stets aktiv mitmacht und alle bis 1997 von Reiner Spiertz, ab 1998 von Herbert Beckers zusammengestellten Sitzungsprogramme wohlwollend aufgenommen hat. Nicht zuletzt trugen die Auftritte unserer KWV-Aktiven in den ersten Jahren und wieder verstärkt in den letzten 15 Jahren genauso zu den erfolgreich verlaufenden Sitzungen bei, wie die ausgezeichnete Präsentation durch die Sitzungspräsidenten Hans Schmitz I., Peter Büttgen, Reiner Spiertz und Herbert Beckers. Dass es natürlich über einen so langen Zeitraum auch „Flops“ bei den Auftritten der verpflichteten Künstler gegeben hat, wollen wir nicht verschweigen.

Im Jahre1978 war es dann endlich noch mal soweit: Nach 10 Jahren wieder ein Prinzenpaar des Karnevalsausschuß Hoengen e.V. aus dem Stadtteil Warden! Edgar und Wilma Spiertz herrschten während einer kurzen Session über das Narrenvolk der Stadtteile Begau, Hoengen, Mariadorf und Warden. Ein ausgezeichnetes Prinzenpaar, aus einer mit dem „Bazillus Karnevalis“ durch und durch infizierten Familie, war ein hervorragender Botschafter des Wardener Humors und die Wardener Bevölkerung gab ihm ihre Unterstützung bei vielen Veranstaltungen. Auch außerhalb unseres Ortes wurde das Prinzenpaar bei jedem Auftritt begeistert empfangen und war gerne –und lange- zu Gast bei den einzelnen Gesellschaften.

Im gleichen Jahr wurde auch eine neue Veranstaltung durch den KWV ausgerichtet: Die Eröffnung des Straßenkarnevals am Karnevalssamstag. Diese Veranstaltung wurde einige Jahre zuvor von Bewohnern der Kimbernstraße in Eigenregie durchgeführt, bevor sie dann –in etwas anderer Form- vom KWV übernommen wurde. Die Idee hierzu stammte, wie viele andere, von unserem langjährigen Geschäftsführer, 1. Vorsitzenden und Präsidenten Reiner Spiertz. Diese Veranstaltung war in den ersten Jahren, bedingt durch die Veranstaltungsplätze (Dorfplatz, Sportplatz oder Kirchengelände) weitgehend von den Wetterbedingungen abhängig. Mit ein Grund für die Akzeptanz und den guten Besuch dieser Veranstaltung ist sicher, dass wir von 1986 bis 1999 auf der Tenne des Hofes Tambour, Am Alten Gericht, die tollen Tage beginnen konnten. Hierfür sind wir unserem damaligen Aktiven Willi Tambour und seiner Familie sehr dankbar. Seit dem Jahre 2000 fand diese Veranstaltung in der alten Scheune des Anwesens Carduck, Ecke Goethestraße/ Am Alten Gericht statt.

Nicht vergessen sollten wir in diesem Zusammenhang das gemeinnützige und soziale Engagement des KWV. So wurde der Erlös der Karnevalseröffnung im Jahre 1979 zum Teil für die Renovierung des Johannesheimes gegeben. Durch das im gleichen Jahr durchgeführte „Prinzenwiegen“, bei dem neben dem Wardener Kinderprinzenpaar die großen Prinzenpaare aus Hoengen und Alsdorf mit „Klütten“ (Briketts) aufgewogen wurden (die dann für 1,-- DM verkauft wurden!), konnten 1.000,-- DM für die Deutsche Krebshilfe e.V. hereingeholt und Frau Dr. Mildred Scheel in Bonn überreicht werden. Ähnliche Aktionen und Sammlungen zu Gunsten sozialer Einrichtungen, U.a. für die Kinderkrebsstation am Klinikum Aachen, hat es seither immer wieder durch den KWV gegeben.  

Am 26. April 1977 wurde der KWV in den Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise e.V. (VKAG) und gleichzeitig in den Bund Deutscher Karneval e.V. (BDK) aufgenommen. Er zählt damit zu den heute 163 Mitgliedsgesellschaften im VKAG und den ca. 4.900 Vereinen in der bundesweiten Dachorganisation des deutschen Karnevals. Auch darin ist ein Zeichen seiner langjährigen Bemühungen um unser heimatliches Brauchtum Karneval zu sehen. Dies zeigte sich später auch darin, dass im Jahre 1982 unser damaliger Geschäftsführer Reiner Spiertz zum Schatzmeister des VKAG gewählt wurde. Dieses Amt übte er bis zum Jahre 1992 aus, in dem er zum Vizepräsidenten und 1995 zum Präsidenten dieses heute rund 30.000 Einzelmitglieder starken Verbandes gewählt wurde.

Eine weitere Neuerung brachte das Jahr 1979. Das damalige Präsidium ernannte erstmals „Ehrensenatoren“. Diese Auszeichnung soll Personen verleihen werden, die sich um das gesellschaftliche Leben in unserem Heimatort und/oder um das Brauchtum Karneval schlechthin, insbesondere aber um seine Pflege in unserer heimatlichen Region verdient gemacht haben. Das ständige Anwachsen dieser Gruppierung, die mit den Jahren auch zu einem wohlmeinenden und Ratgebenden Gremium für das Präsidium geworden ist, brachte es mit sich, dass im Jahre 1982 der erste Ehrensenats-Präsident gewählt wurde und Sitz und Stimme im Gesamtvorstand des KWV erhielt. Seitdem wurde der Ehrensenat von 5 Präsidenten geführt:

    Johann Mandelartz  November 1983 – März 1990
    Hans Kraus   Dezember 1990 – Oktober 1992
    Theo Drehsen    Oktober 1992 – Oktober 2005
    Peter Büttgen    Oktober 2005 – Oktober 2011
    Hans Kelzenberg   seit Oktober 2011

Nachdem Johann Schüller von 1977 bis 1981 das Amt des 1. Vorsitzenden bekleidete, ergab die Neuwahl im Mai 1981 folgende Zusammensetzung des geschäftsführenden Vorstandes:

    1. Vorsitzender    Helmut Büttgen
    Präsident   Peter Büttgen  
    1. Geschäftsführer  Reiner Spiertz
    1. Schatzmeister   Hans Schmitz II.

Johann Schüller wurde für seine langjährige Verdienste um den Wardener Karneval von der Jahreshauptversammlung 1986 zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

In dieser Zusammensetzung wurde dann auch die Vorbereitung für das erste echte Jubiläum in Angriff genommen: 25 Jahre KWV im Jahre 1982. Das Silberjubiläum wurde mit einer Matinee im voll besetzten Johannesheim gefeiert.
Unter der Schirmherrschaft von BDK-Präsident Heinz Wacker, Würselen, dem stv. Landrat Wolfgang Gebhardt, Alsdorf, und dem damaligen Vizebürgermeister der Stadt Alsdorf, Josef Thelen, konnten wir eine gelungene Festveranstaltung durchführen. Neben dem offiziellen Festprogramm, bei dem BDK-Präsident Heinz Wacker die Festrede hielt und VKAG-Präsident Hans Scholtes die Grüße des Regionalverbandes überbrachte, konnten wir unseren Gästen ein kleines karnevalistisches Programm bieten. Sie fühlten sich dermaßen wohl bei uns, dass erst am späten Abend die letzten den Heimweg antraten. Während des ganzen Tages konnte man sich immer wieder an dem von den Damen der Aktiven hergerichteten Büfett stärken, was sicher auch zum Bleiben beigetragen hatte.

Neben der Matinee wurde für das Jubiläum ein Sonderorden herausgegeben, der als Motiv die alte, heute nicht mehr stehende Gaststätte Schmitz, Jakobstraße 2, zeigte. Er wurde begeistert aufgenommen und zählte bald zu den begehrten Sammelobjekten der hiesigen Karnevalisten.

Im Jahre 1984 ergaben sich dann im Gesamtvorstand erneut Veränderungen. Mathias Tillmanns 2. Schatzmeister seit 1976, wurde durch seinen Tod aus unserer Mitte genommen. Mit ihm verloren wir einen guten Freund und Ratgeber sowie einen unermüdlichen Mitarbeiter. Sein Amt übernahm Peter Weidenhaupt, seit 1979 Beisitzer im Gesamtvorstand und von 1996 bis 2004 1. Vorsitzender des KWV.

Im gleichen Jahr legte Hans Schmitz II. sein Amt als 1. Schatzmeister in jüngere Hände. Als Mitbegründer seit 1957 ununterbrochen im Vorstand, war er seit 1972 für die Finanzen des KWV verantwortlich, die er immer hervorragend verwaltet hatte. So war es nur normal, dass er seinem Nachfolger Helmut Essers eine gesunde Kasse übergeben konnte und im Jahr 1990 zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Der KWV hat immer versucht, alte Traditionen und Bäuche aufrecht zu erhalten oder neu zu beleben. So wurde am 30. April 1984 erstmals seit vielen Jahren wieder ein Maiball in Warden durchgeführt. Als „Tanz auf der Tenne“ auf dem Hof Tambour ist er seitdem eine gut und gerne besuchte Veranstaltung von Gästen aus nah und fern, die seit 1999 ebenfalls in der alten Scheune Carduck durchgeführt wird.

Nach nicht ganz 10 Jahren war es dann 1987 wieder soweit, dass unser Ort nochmals das Prinzenpaar für die Stadtteile Begau, Hoengen, Mariadorf und Warden stellen konnte. Ein langgehender Wunsch unseres seit 20 Jahren als Geschäftsführer, Programmgestalter und Organisationsleiter tätigen Geschäftsführers Reiner Spiertz ging in Erfüllung, als er mit seiner Nichte Veronika Siegers das wohl schönste Amt für einen Karnevalisten übernahm. In einer langen Session war Prinz Reiner I. der „singende Prinz“ und vertrat mit seiner Prinzessin und seinem Hofstaat den Wardener Karneval in ausgezeichneter Weise. Bei allen Veranstaltungen in unseren Stadtteilen waren sie stets herzlich begrüßte und gern gesehene Gäste.

Die Jahre 1987 bis 1989 brachten einige Veränderungen im Präsidium des KWV:

    1. Vorsitzender (1987)  Reiner Spiertz
    Präsident (1989)   Reiner Spiertz
    1. Geschäftsführer (1988)  Herbert Budde
    1. Schatzmeister (1987)  Peter Weidenhaupt

Nachdem Peter Büttgen das Amt des Präsidenten des KWV 14 Jahre in ausgezeichneter Weise bekleidet hatte, trat er aus beruflichen Gründen zurück. Zwar weiterhin dem KWV im Gesamtvorstand zur Verfügung stehend, und in den Jahren 1992 und 1993 nochmals als 1. Vorsitzender aktiv, war sein Ausscheiden aus dem Präsidium ein Verlust für den KWV. Bekannt und beliebt als „singender Präsiden“ werden die unter seiner Präsidentschaft durchgeführten Sitzungen in bester Erinnerung bleiben. Sein Einsatz, insbesondere für den Wardener Kinderkarneval, in mehr als 30 Jahren Vorstandstätigkeit, war mit entscheidend für die Entwicklung des KWV schlechthin. Dieses Engagement wurde von der Jahreshauptversammlung 1995 mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten honoriert.

Peter Weidenhaupt übernahm die Finanzen von Helmut Essers und Herbert Budde die Geschäftsführung von Reiner Spiertz. In dieser Besetzung ging es dann an die Vorbereitungen für die närrische Jubiläumssession 1990, in der das 3 x 11jährige gefeiert werden konnte.

Diese Session, und vor allem die Jubiläumsmatinee in der Festhalle Kinzweiler, war wohl der Glanzpunkt in der bis dahin 33jährigen Geschichte des KWV und sicher ein unvergessener Höhepunkt in der aktiven Tätigkeit unseres damaligen Präsidenten Reiner Spiertz. Als Protektoren für die Jubiläumssession konnten wir erneut prominente Persönlichkeiten gewinnen: Frau Dr. Irmgard Adam-Schwaetzer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Bonn, Herrn Bürgermeister Helmut Janus, Alsdorf, und den Präsidenten des Bundes Deutscher Karneval e.V., Heinz Wacker, Würselen. Sie alle waren bei unseren Jubiläumsveranstaltungen anwesend, was eine besondere Ehre für uns war.

Bei unserem Ordensfest am Samstag, dem 13. Januar 1990 in der mehr als voll besetzten Gaststätte „Zum Richter“, unserem damaligen Vereinslokal, konnte der aufgelegte Jubiläumsorden allen KWV-Mitgliedern überreicht werden. Als Motiv wurden zwei der ältesten Gebäude in Warden gewählt, das „Alte Gericht“ sowie die alte Kapelle St. Jakobus. Weiterhin wurde die erste Standarte des KWV vorgestellt, die von Käthe und Ralf Siegers in monatelanger Handarbeit hergestellt wurde. Am folgenden Sonntag wurde die Standarte in unserer Pfarrkirche eingesegnet. Im Anschluss an diese Hl. Messe konnten wir in unserem Vereinslokal eine Ausstellung „3 x 11 Jahre KWV“ eröffnen, die dann eine Woche lang von vielen Besuchern gesehen wurde. Hierbei konnten wir nicht nur alle Orden des KWV aus 33 Jahren, Plakate und Festschriften ausstellen, sondern vor allem ca. 400 Fotos aus 33 Jahren Wardener Karneval zeigen. Viele Gäste erkannten sich als Kinder auf früheren Fotos wieder und alte Erinnerungen kamen auf.  

Höhepunkt der Jubiläumssession war jedoch die Festmatinee in der Festhalle Kinzweiler. Rund 350 geladene Gäste verfolgten ein Festprogramm, das auf hohem Niveau stehend, in jeder Beziehung allen Ansprüchen gerecht wurde. In den Festansprachen von Staatsministerin Dr. Adam-Schwaetzer, BDK-Präsident Heinz Wacker, VKAG-Präsident Josef Schmitz, Heinsberg, und vom Vorsitzenden unseres Festausschusses, dem damaligen Landrat Walter Meyer, Herzogenrath, wurde dem KWV bescheinigt, den richtigen Weg zur Pflege und Erhaltung unseres Brauchtums zu gehen und hierbei insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit zu fördern. Das anschließende Unterhaltungsprogramm mit Spitzenkräften aus den rheinischen Karnevalsmetropolen ließ keine Wünsche offen. Für das leibliche Wohl hatten unsere Damen durch den Aufbau eines opulenten Büfetts gesorgt, für das unser Ehrenpräsident Peter Büttgen einen ansehnlichen Sponsorenpool zusammengebracht hatte und an dem sich unsere Gäste noch bis spät am Abend bedienen konnten.

Nicht vergessen werden sollte an dieser Stelle, dass die beiden Mitgründer und über viele Jahre maßgeblichen Gestalter des Wardener Karnevals, Johann Dickmeis und Hans Schmitz II. bei dieser Jubiläumsmatinee zu Ehrenmitgliedern des KWV ernannt wurden. Für beide war dies Ausdruck und Dank des KWV für ihre langjährigen Verdienste um den Aufbau des Wardener Karnevals.

Insgesamt war die Jubiläumssession eine der erfolgreichsten in der Geschichte des KWV, worauf wir noch heute stolz sein können und die noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Die Eröffnung des Straßenkarnevals im Jahre 1992 hatte für den KWV wie auch für den Kinderkarneval im gesamten Kreis Aachen eine besondere Bedeutung. Landrat Walter Meyer, seit unserem Jubiläum im Jahre 1990 ein guter und treuer Freund unseres Wardener Karnevals, war auch an diesem Samstag bei uns zu Gast. Präsident Reiner Spiertz war am Vortag Gast des traditionellen Kreisempfangs für die Prinzen des Kreises Aachen gewesen und regte an, einen solchen Empfang auch einmal für die Kinderprinzen im Kreis durchzuführen, um den Kinderkarneval auch öffentlich den notwendigen hohen Stellenwert einzuräumen. Landrat Meyer nahm dies spontan auf und versprach, diesen Empfang im nächsten Jahr durchzuführen, wenn der KWV ihn organisieren würde. Der KWV übernahm diese Aufgabe sofort und richtete diese Veranstaltung zweimal in den Jahren 1993 und 1994 in der Festhalle Kinzweiler aus. Heute ist der Kinderprinzenempfang des Kreises Aachen eine etablierte Veranstaltung, die in den Kreisen des Regierungsbezirks Köln einmalig ist.

Nachdem in den Jahren 1992 und 1993 Peter Thommes die Kassengeschäfte geführt hatte, brachte die Jahreshauptversammlung 1993 wiederum eine Neubesetzung des Präsidiums mit sich. Es vollzog sich, so möchte man sagen, ein Generationswechsel an der Spitze des KWV. Außer dem Präsidenten Reiner Spiertz wurden neue, junge Karnevalisten in den geschäftsführenden Vorstand gewählt:
  
    1. Vorsitzender   Hermann-Josef Kraus
    1. Geschäftsführer  Hans Kelzenberg
    1. Schatzmeister   Volker Plum

Dieser Vorstand ging dann auch neue Wege und führte das Oktoberfest des KWV neu in den Reigen der Jahresveranstaltungen ein. Dieses Fest hat sich zwar in den ersten zwei, drei Jahren bewährt, musste aber danach, überwiegend aus personellen Gründen wieder eingestellt werden.

Eine weitere, einschneidende Veränderung gab es im Jahre 1994. Mit der lokalen Dachorganisation, dem Karnevalsausschuß Hoengen e.V. kam man überein, in Zukunft für unsere Stadtteile Begau, Hoengen, Mariadorf und Warden nur noch ein gemeinsames Kinderprinzenpaar zu stellen. Aufgrund der 38jährigen Erfahrung auf diesem Gebiet wurde dem KWV die Betreuung und Verantwortung für das gemeinsame Kinderprinzenpaar übertragen. Eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung der örtlichen Karnevalisten, waren doch die Kosten für zwei Prinzenpaare einfach nicht mehr tragbar. Auch wenn in der Zwischenzeit hier und da Probleme im hiesigen Bereich bezüglich des Kinderprinzenpaares aufgetreten sind, konnten diese nach eingehenden Besprechungen letztlich im gemeinsamen Interesse ausgeräumt werden. Hier wird für den KWV auch in den nächsten Jahren eine seiner Haupttätigkeiten liegen, ist doch eine ortsübergreifende Aktivität für jede Karnevalsgemeinschaft in der heutigen Zeit unerlässlich für ein dauerhaftes Überleben.

Das Jahr 1996 brachte dann für den KWV erneut einschneidende Veränderungen mit sich. Nach 39 Jahren aktiver Zugehörigkeit zum KWV, davon 29 Jahre an maßgeblicher Stelle im Geschäftsführenden Vorstand, trat unser Präsident Reiner Spiertz völlig unerwartet im September 1996 zurück. Er hinterließ nicht nur eine große Lücke im Vorstand, sondern es fehlte plötzlich auch seine große Erfahrung, seine weit reichenden Kontakte und Ideen im Vorstand. Es soll ihm deshalb an dieser Stelle für all das gedankt werden, was er in den fast 3 Jahrzehnten seiner Vorstandstätigkeiten für den Wardener Karneval, und für den KWV im Karnevalsausschuß Hoengen e.V. getan hat. Ohne seine Ideen, sein ganzjähriges Arbeiten für unser Brauchtum wäre der KWV sicher nicht das geworden, was er heute ist.

Aus der Not heraus übernahmen junge, und bisher zum Teil in der zweiten Reihe stehende KWV-Mitglieder Verantwortung für den KWV:  

    1. Vorsitzender   Peter Weidenhaupt
    Präsident   Herbert Beckers
    Vizepräsident u. 2. Geschäftsführer Ralf Siegers
    Geschäftsführer   Hans Kelzenberg
    Schatzmeister u. Zugleiter  Volker Plum

Dieses Präsidium, ergänzt durch weitere neue Mitglieder im erweiterten Vorstand, konnte auf Bewährtes aufbauen, neue Wege gehen und neue Ideen umsetzen. Nach nunmehr 11 Jahren kann man wohl sagen, dass der Generationswechsel im KWV weitgehend gelungen und die Attraktivität des Wardener Karnevals nach wie vor gegeben. Das junge Vorstandsteam hat sich eingearbeitet und bewährt. Dies konnte jedoch nur erreicht werden, weil langjährig erfahrene Karnevalisten wie Peter Büttgen, Hans Schmitz II. und auch Reiner Spiertz den jungen Vorstandsmitgliedern mit Rat und Tat zur Seite standen und stehen, wann immer sie gefragt wurden. Auch dafür sei diesen Karnevalsfreunden herzlich gedankt.

Leider wurde das so gefundene Vorstandsteam aber bereits nach 3 Jahren durch den allzu frühen Tod unseres Freundes Ralf Siegers im Alter von erst 30 Jahren um einen seiner Hoffnungsträger dezimiert. Auch dieses Ereignis hinterließ eine Lücke, die nur sehr schwer geschlossen werden konnte.

Auch die vor einigen Jahren erfolgte Öffnung des KWV für jeden Karnevalsinteressierten, ob er nun in Warden ansässig ist oder einem Wardener Verein angehört oder nicht, basiert auf der weit verbreiteten Erkenntnis der Vereine, dass große Feste nicht mehr nur durch die eigene Ortsbevölkerung frequentiert werden und somit finanziert werden können. Die traditionellen Veranstaltungen und das alte Brauchtum Karneval in und für unseren Ort zu erhalten und weiterzuentwickeln war eines der Hauptaufgaben des jungen Vorstandes.

Mit Elan und vielen Ideen ging man an die Arbeit und war erfolgreich dabei. Schon im Jahr 2003 wurde mit dem „Möhneball“ am Karnevalsdonnerstag eine traditionelle Karnevalsveranstaltung neu in das Sessionsprogramm aufgenommen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist dieser ländlich geprägte Ball in der Scheune Lothmann zu einem erfolgreichen, festen Bestandteil des Wardener Karnevalswochenendes geworden.

Aber auch die Kinder- und Jugendarbeit wurde weiter ausgebaut. Hier kam dem KWV die Öffnung für alle Karnevalsinteressierten Menschen sehr zu Gute. Unter der Leitung der neuen Jugendverantwortlichen konnte der Vorstand nicht nur 2 im karnevalistischen Tanzsport erfolgreiche Mariechen gewinnen, sondern auch eine komplette Tanzgarde aufbauen. Viele Gastauftritte und erfolgreich bestrittene Tanzturniere zeugen vom Erfolg des hier neu eingeschlagenen Weges.

Die erste große Bewährungsprobe für den jungen Vorstand stand jedoch bereits im Jahr 2001 an. Das närrische 4 x 11-jährige Jubiläum des KWV im Jahr 2001 galt es vorzubereiten. Unter Mithilfe langjährig erfahrener Karnevalisten wie Ehrenpräsident Peter Büttgen und Reiner Spiertz wurde eine Jubiläumsmatinee durchgeführt, die den früheren Jubiläumsfesten in nichts nachstand. Die Schirmherrschaft wurde wieder von einem „Dreigestirn“ übernommen: BDK-Präsident Franz Wolf, Köln, Landrat Carl Meulenbergh, Aachen und Bürgermeister Wolfgang Schwake, Alsdorf, betonten bei ihren Ansprachen und Grußworten die herausragende Jugendarbeit des KWV. Dies spiegelt sich u.a. in der Besetzung des Vorstandes wieder, in dem viele ehemalige Kinder- und Jugendaktive an führender Stelle arbeiten.

Das närrische Programm wurde mit ausgezeichneten Vorträgen von Spitzenkräften des rheinischen Karnevals gestaltet, so dass die rund 300 geladenen Gäste bis in den späten Abend in der Festhalle Kinzweiler den närrischen Geburtstag feierten. Dies war für den Vorstand dann auch der richtige Rahmen, um einen über Jahrzehnte maßgeblichem Mitglied zu danken. Reiner Spiertz wurde unter dem Beifall des Publikums zum Ehrenpräsidenten ernannt.  

Schon früh ging der Vorstand daran, das große, 50-jährige Jubiläum des KWV vorzubereiten. Mit dem 1. Vorsitzenden Vinko Bilic, der dieses Amt im Jahr 2004 von Peter Weidenhaupt übernahm, und Präsident Herbert Beckers wurden die Weichen für ein herausragendes Jubiläum gestellt. Die erfolgreichen Veranstaltungen wurden weitergeführt, die Kontakte zu vielen Karnevalsgesellschaften im weiteren Umkreis wurden intensiviert und weiter ausgebaut.

Es soll hier aber nicht unerwähnt bleiben, dass Peter Weidenhaupt nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des 1. Vorsitzenden, im Jahr 2006 von der Mitgliederversammlung einhellig zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Damit wurde ihm Dank für fast 30 Jahre Arbeit im Wardener Karneval gesagt, den er sich redlich verdient hat.

So geht der KWV in das Jubiläumsjahr mit folgendem Vorstand:

    1. Vorsitzender und Zugleiter Vinko Bilic
    Präsident und Literat  Herbert Beckers
    Geschäftsführer   Dieter Lothmann
    Schatzmeister   Armin Sibbel
    Vizepräsident   Marco Hasselbaum
    2. Vorsitzender   Hubert Lothmann
    2. Geschäftsführer  Hans Kelzenberg
    2. Schatzmeister   Stephan Danner
    Jugendbetreuer   Karin Hasselbaum
    Beisitzer   Otmar Müller, Alis Kleppe, Elke Beckers, Jovita Sibbel,
    Ehrenvorsitzender  Peter Weidenhaupt
    Präsident des Ehrensenats
    und Ehrenpräsident des KWV Peter Büttgen
    Ehrenpräsident   Hans Schmitz I.
    Ehrenpräsident   Reiner Spiertz

Die Zukunft des KWV liegt, wie in jeder gesellschaftlichen Vereinigung, weitgehend in der ganzjährigen Kinder- und Jugendarbeit. Wenn in diesem Bereich weiterhin von qualifizierten Personen frühzeitig Aufbauarbeit geleistet wird, ist uns um die Zukunft des Wardener Karnevals nicht bange. Gerade hierfür ist uns jeder herzlich im KWV willkommen, der diesen über 50 Jahre erfolgreich gegangenen Weg mit uns beschreiten möchte.

Fortsetzung folgt!

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Zum Autor der Chronik

Reiner Spiertz war bereits im Jahre 1957 als 9jähriges Kind beim ersten „Karnevalszug“ mit dabei. Seitdem hat der Karneval ihn nicht mehr losgelassen. 1967, als 19jähriger, wurde er Geschäftsführer der „Interessengemeinschaft Wardener Vereine“, in dem der Karnevalsausschuß damals angesiedelt war. Dieses Amt, gleichzeitig aber auch Literat (Programmgestalter), Organisations- und Zugleiter, übte er bis 1987 aus, als er zum 1. Vorsitzenden und zwei Jahre später auch zum Präsidenten des KWV gewählt wurde. Die Programmgestaltung für die Sitzungen führte er auch als Präsident weiter. Im September 1996 trat er als Präsident zurück.

Von 1983 bis 1993 war er außerdem als Programmgestalter und Organisator für die Prinzenproklamation Vorstandsmitglied des Karnevalsausschuß Hoengen e.V..

Im Mai 1978 wurde er in den Beirat (erweiterter Vorstand) des „Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise e.V.“ und im Herbst 1984 zu dessen Schatzmeister gewählt. 1992 wurde er Vizepräsident des VKAG. Im Mai 1995 wurde er zum Präsidenten dieser Dachorganisation für die Kreise Aachen, Heinsberg und Jülich gewählt und ist seitdem Mitglied des erweiterten Vorstandes des „Bund Deutscher Karneval e.V.“


















 
 
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